„Dampferzunge“ – Das Phänomen erklärt und gelöst | dinamo.koeln Dampferblog

„Dampferzunge“ – Das Phänomen erklärt und gelöst

Was ist also nun diese Dampferzunge?

Kennt Ihr das, wenn Euer absolutes Lieblingsliquid in der Lieblings-E-Zigarette plötzlich überhaupt nicht mehr schmeckt? Wenn die meisten eurer geliebten Liquids auf einmal nicht mehr begeistern? Hättet ihr jetzt eine Erkältung, dann könnte man das ganz einfach auf eben Diese schieben, aber nein – ihr seid gesund.

Genau das ist die Dampferzunge. Um ihr aber auf den Grund zu gehen, müssen wir erst einmal verstehen, wie Geschmack eigentlich funktioniert.

Geschmack ist eine Kombination von verschiedenen Sinneseindrücken. Zu Beginn unseres Lebens verfügen wir Menschen über etwa 10.000 Geschmacksknospen, welche zwischen süß, sauer, salzig, bitter und umami (herzhaft) unterscheiden. Im Laufe unseres Lebens jedoch, bauen wir immer mehr dieser Geschmacksknospen ab. Geschmack entsteht nun, in dem die Geschmacksnerven, der Geruchssinn, die Temperatur und die Beschaffenheit einer Speise, oder in unserem Fall eines Liquids, zusammenspielen. Ist man erkältet, ist zum Beispiel der Geruchssinn beeinträchtigt, was zur Folge hat, dass man nichts mehr so wirklich schmeckt.

Kommen wir nun zurück zur Dampferzunge: das Lieblingsliquid schmeckt nicht mehr.

Es kann viele Ursachen haben; die „Dampferzunge“ ist keine Erkrankung, sondern ein temporäres Symptom. Ich liste euch nun mal die am häufigsten auftretenden Ursachen, die Schuld an der Dampferzunge sein können auf.

  • Erkältung

Die wohl „simpelste“ Ursache; ist ein Mensch erkältet, ist der Geschmackssinn stark abgeschwächt. Hier hilft es nur die Erkältung abzuwarten. Möchte ich während einer Erkältung nicht auf das Dampfen verzichten, nutze ich entweder mentholhaltige Liquids oder Liquids, die mir generell nicht so gut schmecken. Da ich ohnehin nichts schmecke, kann ich die Liquids, die ich sonst entsorgt oder verschenkt hätte, noch weiterhin nutzen. 

  • Medikamente

Medikamente zur Behandlung von Krebs, Penicillamine, ACE-Hemmer und viele weitere Arzneimittel können eine Beeinträchtigung des Geschmackssinns mit sich bringen. Bitte lest die Beipackzettel oder fragt Euren Arzt oder Apotheker.

  • Geschmacksnerven

Unsere Geschmacksnerven sind empfindlich. So kann zum Beispiel ein übermäßiger Konsum von scharfen Speisen oder Tabak das Geschmacksempfinden verringern. Gerade Umsteiger, also Personen, die gerade erst mit dem Dampfen angefangen haben, werden merken, dass sich die Geschmacksnerven relativ schnell von dem bisherigen Tabakkonsum erholen; raucht man wieder, so geht auch das Geschmacksempfinden wieder zurück.

Auch das Alter spielt eine große Rolle, da im Laufe des Lebens immer mehr von unseren Geschmacksknospen absterben und nicht ersetzt werden.

  • Dehydration

Viel Trinken ist angesagt! Ein trockener Mund sorgt für ein vermindertes Geschmacksempfinden.

  • Angst & Stress

Neben Unruhe, Übererregbarkeit und erhöhter Aufmerksamkeit, die ihre Ursache in Angst und Stress finden, ist auch eine Verminderung des Geschmackssinnes ein mögliches Symptom.

  • Hardware

Wenn der Verdampferkopf alt, oder der Verdampfer verschmutzt ist, so kann das den Geschmack verändern bzw. vermindert.

Ich empfehle Euch, Eure Verdampfer regelmäßig zu reinigen, um stets ein optimales Geschmackserlebnis zu erzielen. Gerne reinigen wir Deinen Verdampfer bei uns im Ladenlokal professionell mit einem Ultraschall-Reinigungsgerät.

 

Zum Schluss hier noch ein paar generelle Tips, die ihr umsetzen könnt, wenn Euch die Dampferzunge erwischt:

  1. 1.       Einfach mal was anderes Dampfen.

Man muss sich das wie mit seinem Lieblingsessen vorstellen. Wenn ich jeden Tag Sushi essen würde, wären die ersten ein, zwei … eventuell auch 3 Tage wirklich großartig. Am vierten Tag würde ich mir schon meine Gedanken machen und nach spätestens einer Woche könnte ich kein Sushi mehr sehen.

Genau so ist das auch mit den Liquids; wenn ich jeden Tag das gleiche Dampfe, gewöhnt sich meine Geschmackssinn daran und ich nehme es weniger intensiv wahr. Es hilft, für eine gewisse Zeit mal einen Geschmack zu Dampfen, der nichts mit meinem bisherigen Lieblingsliquid gemein hat.

  1. 2.       Viel Wasser trinken

Nicht nur hilft Wasser einer Dehydration entgegenzuwirken, es hilft außerdem dabei, Eure Geschmacksnerven auf ein neutrales Level zu bringen.

  1. 3.       Mundwasser, Mundspray und Zungenreiniger

Nicht nur bei der täglichen Zahnpflege helfen diese Mittelchen Wunder; die Geschmacksnerven bekommen Abwechselung geboten und man erlebt bekannte Geschmäcker wieder viel intensiver.

  1. 4.       Weg mit dem Tabak

Tabakzigaretten, Zigarre und Pfeifen beeinträchtigen nachgewiesenermaßen Eure Geschmacksnerven – von der restlichen Gesundheit mal ganz abgesehen. Der Konsum sollte also auf ein Minimum reduziert – oder noch besser – komplett abgestellt werden.

  1. 5.       Ätherische Öle

Ob nun Zitronen oder Kaffeebohnen. Auch ätherische Öle sollen die Geschmacksnerven wieder auch Vordermann bringen.

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